Beschaffung

Die Beschaffungsabteilung wird in modernen Industrieunternehmen zunehmend mit in die Wertschöpfungskette einbezogen. Durch die direkte Verknüpfung der Beschaffung mit der Produktentwicklung, der Fertigung, der Logistik und den Marketing- und Vertriebsabteilungen können die beschaffungsspezifischen Produktanforderungen bereits zu Beginn des Produktentstehungsprozesses berücksichtigt werden. Ein starkes Wachstum dieser Vorgehensweise ist beispielsweise in der Automobilbranche zu beobachten, wo die Beschaffung in sogenannten Engineering-Teams vertreten ist und in erster Linie kostenregulierende Aspekte einbringt.

Die Beschaffung ist im Zeitalter wachsender Unternehmensnetzwerke ein immer bedeutenderer Erfolgsfaktor, da der Zukauf der für den Kunden wichtigsten Produktkomponenten die Kundenzufriedenheit entscheidend beeinflusst. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Mitarbeiter in der Beschaffung nicht nur Kenntnis über den Rohstoff –  & Einzelteilemarkt haben, sondern ebenso gut die Absatzmärkte kennen. Eine Kostenersparnis beim Zukauf von Modulen bzw. eine Gewinnmaximierung durch den Zukauft qualitativ höherwertiger Komponenten bei gleichzeitig stabilem Einkaufspreis wirkt sich direkt auf den unternehmerischen Erfolg aus.

Konzeptionelle Entwicklung von Beschaffungsstrategien und Integration der Beschaffung in den Produktentstehungsprozess

 

Supply Chain Manager bringen all das mit, was für die moderne Beschaffungsarbeit benötigt wird. Durch die Fähigkeit sich in interne und externe Prozesse hineindenken zu können und sowohl den Beschaffungs- als auch den Absatzmarkt genau zu kennen, sind sie in der Lage, Vertragskonditionen einschätzen und mit den eigenen Unternehmensinteressen in Einklang bringen zu können. Eine der zentralsten Aufgaben ist die die Zuarbeit bei Make-or-buy-Entscheidungen, um die Wirtschaftlichkeit der eigenen Herstellung mit den Kosten der externen  Beschaffung vergleichen zu können. Hinzukommt, dass der SC-Manager ebenfalls Kenntnis von den innerbetrieblichen Materialflüssen und Produktionsprozessen hat, sodass er sowohl die logistischen Prozessparameter (Verpackung, Losgrößen, Gewichte, Liefersequenzen etc.) der Zukaufteile als auch die produktionstechnisch relevanten Anforderungen in die Beschaffungsstrategie mit einfließen lassen kann. Dementsprechend kann der Supply Chain Manager Vertragsverhandlungen sowohl mit technisch-betriebswirtschaftlichem als auch mit prozessualem Know-How führen.


Tätigkeiten

  • Ausschreibungen
  • Materialflussplanung
  • Make-or-buy-Planung
  • Beschaffungsmarktstrategie
  • Sourcing-Strategien
  • Lieferantenmanagement
  • Vertragsverhandlungen



Anforderungsprofil

  • Teamfähigkeit
  • Verhandlungsgeschick
  • Umgang mit Menschen
  • Prozessverständnis
  • Kombinatorisches Denken (technische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge)


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