Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement (QM) umfasst alle organisatorischen Maßnahmen, um Prozesse qualitativ zu verbessern. Grundlage für die Maßnahmen der Qualitätsoptimierung bilden verschiedene Normen, die bekannteste in der Industrie ist z.B. die DIN ISO 9001. Es geht beim QM laut Norm nicht um die Sicherstellung der Einhaltung der Produktqualität, sondern um die Qualität der Prozesse, die im Zuge der Produktherstellung durchgeführt werden. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozessqualität führt zu einer hohen Produktqualität und ist daher eine Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg.

QM_Erfolg

Das qualitative Management von Unternehmensprozessen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sich Innovations- und Produktionszyklen reduzieren, eine voranschreitende Digitalisierung zu einer höheren Markdynamik führt und die Konkurrenz der meisten Unternehmen zunehmend globaler wird.

Die Prozesse der betrieblichen Leistungserstellung müssen daher möglichst qualitätsoptimal geplant, gesteuert und umgesetzt werden, um sich vor allem in hochtechnisierten Ländern wie Deutschland gegen die günstigeren Anbieter aus dem asiatischen Raum durchsetzen zu können. Hinzukommt, dass durch einen vermehrten Zukauf von Einzelteilen und Modulen und einer dementsprechend stark ausgeprägten Lieferantenvielfalt sich das Qualitätsmanagement nicht mehr ausschließlich auf die eigenen Herstellungsprozesse bezieht, sondern bereits bei dem QM der Zulieferer einsetzt. Die OEM’s sind dazu angehalten, die an die Supplier geforderte Qualität  stetig zu überwachen und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen einzuleiten, um ein qualitativ hochwertiges Produkt am Markt anbieten zu können.

Systematische Verbesserung der Geschäftsprozesse zur Sicherstellung qualitativ hochwertiger Produkte

 

An dieser Stelle setzt das Supply Chain Management ein. Der SC-Manager betrachtet die Prozesskette nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern bereits bei den Lieferanten und deren Sublieferanten. Er denkt in Prozessen, nicht in Funktionen und kann daher die Anforderungen an Herstellungs-, Logistik- oder Datenverarbeitungsprozesse genau definieren. Dadurch entsteht die Möglichkeit, den qualitativen Anspruch des OEM’s an die Lieferanten weiterzugeben und diesen in den Gesamtherstellungsprozess mit einzubinden. Die unternehmensinternen und –externen Schnittstellen sind dabei häufig eine Quelle für Qualitätsverluste, da sich die einzelnen Akteure in erster Linie selbst dienen und nicht den Gesamtprozess vor Augen haben. Der Supply Chain Manager hat jedoch diesen übergeordneten Blick auf die Prozesskette, kann die Fehlerquellen erkennen und Lösungsansätze sowie geeignete Umsetzungsmaßnahmen konzipieren.


Tätigkeiten

  • Geschäftsprozessanalyse
  • Erarbeitung qualitativer Kennzahlen (Leistungsgrad, OEE) etc.
  • Gestaltung von Arbeitsanweisungen
  • Konzipierung von Prozessbeschreibungen/Leitfäden
  • Benchmarking
  • Neugestaltung von Geschäftsprozessen



Anforderungsprofil

  • Kommunikativ
  • Prozessorientierte Denkweise
  • Know-How über industrielle Qualitätsstandard (DIN ISO 9001,TS 16949 etc.)
  • Freude an der Erarbeitung von Kennzahlen
  • Analytische Vorgehensweise
  • Teamfähigkeit


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